Der Begriff Biodiversität wurde 1985 durch den Evolutionsbiologen E.O. Wilson entscheidend geprägt. Biodiversität ist die Kurzform von des Begriffes biologische Vielfalt (engl.: biological diversity bzw. biodiversity). Fälschlicherweise wird der Begriff Artenvielfalt als synonym für Biodiversität gebraucht wobei die Artenvielfalt jedoch nur ein Teil der Biodiversität ist. Durch die Konvention welche 1992 in Rio ausgehandelt wurde und mittlererweile von 190 Staaten und der Europäischen Union ratifiziert wurde, ist der Begriff Biodiversität längst auch ein zentraler politischer Begriff geworden. Die Biodiversität in einer Region umfasst verschiedene Stufen: 1. Artendiversität - die Vielzahl von Arten in einem Ökosystem 2. Ökosystem-Diversität - die Vielfalt an Lebensräumen und Ökosystemen 3. Funktionale Biodiversität - die Vielfalt realisierter ökologischer Funktionen und Prozesse im Ökosystem. 4. genetische Diversität - einerseits die genetische Variation (Diversität aller Gene) innerhalb einer Art und anderseits die Vielfalt nur sehr entfernt miteinander verwandter Taxa in einer Biozönose* Die Biodiversitäts-Konvention (CBD) hat eine Reihe von messbaren direkten und indirekten Indikatoren und deren Entwicklung zusammengestellt. Dazu zählen unter anderem: - die Abundanz und die Verteilung von Arten - die Waldfläche - die Fläche geschützter Areale (Naturschutzgebiete etc.) - die Wasserqualität von Meer- und Süßwasser (z.B. Verschmutzung) - Zahl der Träger von traditionellem Naturwissen durch Ureinwohner |