August-Heyn-Haus



Rungiuss- Ecke Jahnstraße
1994




















Eingangsbereich



















Blick von der Jahnstraße



















Photovoltaikanlage


Das Konzept Schulgarten

ist ein gemeinsames Projekt der Sanierungsbeteiligten, des Stadtplanungsamts und des Fördervereins der August-Heyn-Gartenarbeitsschule. Das Projekt wurde 1999/2000 in das Förderprogramm Stadtweite Maßnahmen, Beschäftigung und Qualifizierung aufgenommen. Die Kofinanzierung wurde über Ordnungsmaßnahmen-Mittel durch das Bezirksamt Neukölln, Fachbereich Stadtplanung, gesichert.

Mit dem Förderverein der August-Heyn-Gartenarbeitsschule fand der Bezirk Neukölln 1999 einen erfahrenen Träger für das Projekt - eine wesentliche Voraussetzung für die erfolgreiche Arbeit im Schulgarten.

Im Frühjahr 2000 begannen in der Rungiusstraße die Baumaßnahmen. Der erste Bauabschnitt umfasste unter anderem die Altlastensanierung mit umfangreichem Bodenaustausch durch die Senatverwaltung für Stadtentwicklung, die Abgrenzung des Grundstücks, die Anlage eines Biotops, mehrerer Schülerbeete, einer Versammlungs- und Schulungsfläche sowie den Anschluss an die Wasser- und Stromversorgung.

Das Gelände gliedert sich in drei unterschiedliche genutzte Bereiche. Durch den Eingang betritt man zunächst den Wirtschaftsbereich mit einem Bodenbelag aus ökologischem Pflaster und Rasenfugen. Der anschließende Nutzgarten umfasst Beetflächen, Kompost, Bohnenhäuschen und Spalierbäume.Der verbindende Weg wird mit einem Laubengang überspannt. Den südlichen Bereich des Gartens nimmt der Naturgarten ein. Hier lösen sich die strengen Formen auf. Ein Feuchtbiotop umgibt einen Teich, über den ein Holzsteg zur Kräuterspirale führt. Kiesflächen und Totholz schaffen Lebensräume für Pflanzen, Insekten und Kleintiere.

Das Lehmhaus

Der Schulgarten an der Rungiusstraße war ohne ein festes Gebäude nur eingeschränkt funktionsfähig. Ein Gebäude für den Schulgarten sollte aber nicht nur als Ergänzungsbau fungieren, sondern als nachhaltig ökologisches Bauwerk eine stadtweite Wirkung entfalten und beispielhaft den Stand der Technik im modernen Hochbau demonstrieren. Das Gebäude sollte darüber hinaus zu einem Treffpunkt von Neubritz werden und die Identifikation der Bewohner mit ihrem Wohnumfeld stärken. Mit Fertigstellung des Lehmgebäudes, des August-Heyn-Hauses, im Herbst 2003 wurde auf einer Fläche von 120 Quadratmetern ein witterungsunabhängiger Unterrichtsraum mit Sanitäreinrichtungen geschaffen, der den Schulgarten rund um das Jahr nutzbar macht. Natürliche Prozesse können nun über die Jahreszeiten hinweg beobachtet und begleitet werden.

Das multifunktionale Gebäude wurde in ökologischer Bauweise errichtet. Die Konstruktion des Gebäudes beruht im Wesentlichen auf einen Holzständer-Fachwerk, das mit Lehmziegeln ausgefacht wurde. Die Außenfassade wurde mit einer Holzverschalung aus Lärchenholz verkleidet, von innen bleiben das Fachwerk und der Lehm sichtbar. Die verputzten Lehmbausteine tragen damit zum angenehmen Raumklima bei. Glastüren, die zum Garten hin aufschiebbar sind, schaffen eine Verbindung zwischen Freiraum und Unterrichtsgebäude.

Die Wahl des Baustoffs Lehm, die Solaranlage und die Dachbegrünung folgen dem ganzheitlich ökologischen Konzept des Fördervereins der August-Heyn-Gartenarbeitsschule und unterstützen auf diese Weise den grünen Lernort von Neubritz: Der Begriff der Nachhaltigkeit wird durch die ökologische Bauweise sinnlich erlebbar und ist damit gleichzeitig Bestandteil des gartenpädagogischen Konzepts.



Im Oktober 2010 wurde das Haus mit dem Schulgarten der Zürich-Grundschule übergeben.

Ansicht von Süden mit Sonnenkollektoren

Ab Oktober 2010 ist das Haus ein Teil der Grundschule.
Für Termine zur Nutzung des August-Heyn-Hauses
wenden Sie sich bitte an die Zürich Grundschule,
Bürgerstr. 48 in 12347 Berlin, Tel. 030-60902970.












Grünfläche 1994



















Ansicht von der Rungiusstraße




















Glastüren nach Süden



















Unterrichtsraum